Künstlerkolonie Nidden

Mein Buch "NIDDEN – Landschaft der Sehnsucht"

 

Das Buch ist eine einzigartige Sammlung an Bildern und Texten, die ungewöhnliche Ansichten rund um den Künstlerort bieten.

Der einleitende Bericht ist im Rahmen eines Interviews entstanden, das Dr. Bernd Schimpke, Herausgeber des Buchs, mit Helga Paul, geborene Detzkeit, geführt hat. Die heute 87-Jährige hat als Fischertochter bis zu ihrer Flucht im Herbst 1944 in Nidden gelebt. Sie erzählt aus ihrer Sicht, wie sie die Badegäste und Künstler erlebt hat.

Eine weitere außergewöhnliche Darstellung des Lebens in Nidden wird anhand von Dias illustriert. Sie befinden sich in Privatbesitz und werden im Buch erstmals veröffentlicht. Zu sehen sind nicht nur die Landschaft und die Kähne, sondern auch echte Urlaubs-Postkarten-Motive sowie Maler bei der Arbeit. Ein Reisebericht von Käte Streitz ergänzt die Abbildungen.

Hier können Sie sich ein paar Seiten meines Buches anschauen.

Dr. Bernd Schimpke berichtet über seine erste Reise nach Nidden, die Verbundenheit zu Land und Leuten und ebenso über die Leidenschaft des Kunstsammelns, die sein Leben bestimmt hat. Er hat viele Werke von Künstlern, die auf der Kurischen Nehrung gearbeitet haben, zusammengetragen. Diese hat er in verschiedenen Ausstellungen in Deutschland und Litauen gezeigt.

Zahlreiche Bilder aus seiner Sammlung sind im Buch abgebildet. Im Mittelpunkt stehen die Arbeiten von Carl Knauf, der in einem sehr eigenen Stil malte. Dr. Bernd Schimpke hat das Haus, in dem Carl Knauf lebte, vor vielen Jahren selbst betreten. Daraufhin begann er, sich mit dem Künstler zu beschäftigen, der sehr zurückgezogen lebte und von dem wenig bekannt ist. Arbeiten nicht nur aus Nidden, sondern auch von seinen Reisen etwa in die Alpenregion befinden sich in der Sammlung Schimpke.

Einen Bericht über die Künstlerkolonie liefert Dr. Jörn Barfod, Leiter des Ostpreußen-Museums in Lüneburg. Unter dem Titel „Gedanken über einen Künstlerort und seine Bilder“ lässt er die Künstlerkolonie entstehen und gibt den Blick frei auf das Leben in Nidden zwischen Ostsee und Haff, zwischen Einwohnern und Gästen, zwischen Fischerei und Malerei, zwischen Arbeit und Erholung. Auch anhand der Arbeit der Künstler kann er auf ihr Leben und Wirken in der Kolonie schließen. Und er nimmt die markanten Wegbegleiter der Künstlerkolonie-Zeit, die Kähne, den „Italienblick“ und den Elch als Kunstobjekt unter die Lupe.

Einen ebenfalls ungewöhnlichen Einblick in die Wahrung der Kunstschätze gibt der Bericht von Restauratorin Aika Schnacke. Sie gibt einen kurzen Überblick über die veränderte Arbeitsweise der Maler mit Beginn des 20. Jahrhunderts. Besondere Schäden weisen vor allem die Bilder auf, die im Zweiten Weltkrieg entstanden sind, da das Material minderwertig war. Doch auch die von Nidden zumeist gerollt abtransportierten Bilder weisen oft Mängel auf. Sie hat viele dieser Bilder aufgearbeitet und beschreibt die beiden möglichen Vorgehensweisen: die Restaurierung und die Konservierung. Es ist eine sehr besondere Art, sich der Kunst zu nähern.

Die Texte von Dr. Bernd Schimpke und Dr. Jörn Barfod sind im Übrigen auch ins Litauische übersetzt im Buch enthalten.

 

Pressestimmen

„Ein Bildband von faszinierender Vielfalt und Schönheit, und nicht nur das: Die einführenden und begleitenden Texte in Deutsch und Litauisch beruhen auf den eigenen Erfahrungen und Eindrücken des Hamburger Kunstverlegers Dr. Bernd Schimpke, der mit über 70 Bildern aus seiner umfangreichen Sammlung diesen Band gestaltet hat.

“Schreibt die „Preußische Allgemeine Zeitung/ Das Ostpreußenblatt“

„Die Autoren um Galerist Dr. Bernd Schimpke präsentieren in Bildern, Fotografien und Erzählungen das Leben in Nidden. Sie lassen in Erinnerungen ein Fischerdorf neu aufleben, das heute keine Fischerboote mehr hat.

Es sind schöne, angenehme Bilder – doch gerade als sich der Betrachter an die Heiterkeit gewöhnt, trifft er auf geradezu schockierende Sujets: Stillleben in Knallfarben? Schwarze Häuserzeilen? Es ist als wollten die Kähne ihre Unnahbarkeit unter Beweis stellen; verrucht können sie sein. Sie sind das Urvolk des Haffs, klagen mit ihren Bildern nun den Niedergang an.

“Schreibt der „Königsberger Express“

 

Inhaltsverzeichnis

Herta Paul | aufgeschrieben von Nicole Langbein
"Wie es einmal war - Erinnerungen an Nidden"

Bernd Schimpke
"Wie es anfing"
"Mein Vater und die ersten Lehrjahre"
"Berufsjahre und erstes Geld"
"Erste Berührung mit Carl Knauf"

Käte Streitz
"Ein Reisebericht"

Jörn Barfod
"Gedanken über einen Künstlerort und seine Bilder"

Aika Schnacke
"Erhaltung und Pflege von Kunstwerken – Restauratorische Aspekte"


Kurzbiografien
der in der Sammlung Schimpke mit Arbeiten vertretenen Künstler

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