Künstlerkolonie Nidden

Über mich und meine Arbeit


Die Leidenschaft für die bildende Kunst begleitet mich nicht erst seit meinem ersten Besuch in Nida/Nidden auf der Kurischen Nehrung, sondern schon von Kindesbeinen an. Es war mein Vater, der mich anleitete, die ersten Zeichnungen selbst anzufertigen. Studieren durfte ich die Kunst allerdings nicht. Ich wurde Chemiker und arbeitete bis zum Ruhestand in der Industrie – und pflegte über all die Jahre meine Liebe zur Kunst. Als Hobbysammler brachte ich von den vielen Dienstreisen immer „etwas“ mit, und wenn es nur ein Plakat war, das in hoher Auflage erschienen war. In den vergangenen 50 Jahren ist daraus eine umfangreiche Sammlung entstanden.

Während meines beruflichen Aufenthalts in Moskau wandte ich mich mit großer Leidenschaft der russischen Malerei zu, die in meiner heutigen Privatsammlung einen sehr großen Teil einnimmt.

In den letzten Jahren bevorzuge ich die zeitgenössische Kunst, und nehme dann häufig Kontakt zu den Künstlern auf, von denen ich ein Bild kaufen möchte. So stelle ich einen für mich wichtigen Bezug zu den Bildern her und habe darüber hinaus die Gewissheit, keine Fälschung zu erwerben.

1993 reiste ich zum ersten Mal auf die Kurische Nehrung, die heute russisches und litauisches Staatsgebiet ist. Dass es dort einst eine bedeutende Künstlerkolonie gab, entdeckte ich erst, als ich mich in den Landstrich bereits verliebt hatte. Mit großer Leidenschaft widmete ich mich den Malern, die zwischen den beiden Weltkriegen im damaligen Nidden gewirkt haben. Mein größtes Interesse galt dabei Carl Knauf, einer der wenigen Künstler, der sich dort ein eigenes Haus bauen ließ und mehrere Jahre bis zu seinem Tod 1944 in Nidden gelebt hat. Als man mir ein Bild des Malers zum Kauf anbot, kaufte  ich es ohne zu zögern. Es zeigte die hohe Düne bei Schwarzort.

„Der Anfang zur Sammlung - Malerei der Niddener Künstlerkolonie - war gemacht. Und glücklicherweise ist der Maler Carl Knauf im Mittelpunkt meiner Sammlung geblieben. … Die Malerei der Niddener Künstlerkolonie, aus der Zeit wie sie in meinem Buch „NIDDEN-Landschaft der Sehnsucht“ dargestellt ist, ist nicht nur die malerische Kunst, sondern sie ist auch gleichzeitig etwas bisher Vergessenes, das den Anspruch erheben darf, wahrhaftig zu sein, ohne den Hauch von Materialismus, des Geldverdienens, sondern bescheiden um Anerkennung sucht.“

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